Am vergangenen Sonntag, dem 1. Juni 2008 war Oskar Lafontaine in der
ARD Sendung "Anne Will" eingeladen.
Lafontaine sagte zum bayerischen Ministerpräsidenten Günter
Beckstein (CSU): „Und noch etwas – ich will Sie einmal
aufklären: Sie haben eine überzeugte Jungkommunistin zur
Kanzlerin gewählt. Ist Ihnen das überhaupt klar? Denn Frau
Merkel war FDJ-Funktionärin für Propaganda und Agitation.
Der Vorsitzende der CDU-Fraktion in Berlin, Friedbert Pflüger
hat jetzt als Konsequenz inzwischen den Rauswurf von Anne Will
gefordert. Er sagte: „Die Sendung zeichnet sich immer mehr
durch Un- und Halbwahrheiten und bewusste Verzerrung von
Sachverhalten aus.“
Pflüger weiter: „Die Talkshow sollte durch Frank Plasbergs
‚Hart aber Fair‘ ersetzt werden. Der hat das Zeug zum
harten, aber fairen Fragestellen, da kommt der Journalismus nicht
missionarisch-ideologisch daher. Anne Will hat nicht gehalten,
was sich viele – auch ich – von ihr versprochen haben.
Er wolle sich als Mitglied des Rundfunkrates des RBB Berlin für
eine Ablösung von Frau Will einsetzen."
Dies alles geschieht vor dem Hintergrund der Anschuldigungen gegen die LINKE und speziell gegen ihren Parteivorsitzenden
Gregor Gysi. Allen voran hatte in der lezten Zeit der CDU Generalsekretär
Ronald Pofalla die vorbehaltlose Aufklärung der Vergangenheit
von Gregor Gysi in der DDR gefordert. Diese Forderung wurde in
den deutschen Medien vielfach wiederholt.
Nur sehr verhalten und wird jedoch zu Fragen über die
Vergangenheit von Angela Merkel berichtet. Und das, obwohl man
weiß, dass Kinder von Pfarrern in der DDR häufig Repressalien
ausgesetzt waren und bisweilen nicht einmal zum Abitur oder
Studium zugelassen wurden. Die wenigsten DDR-Pfarrerskinder waren
Mitglied bei den Jungen Pionieren und in der Freien Deutschen
Jugend wie Angela Merkel und haben dort Leitungsfunktionen
übernommen.
Unüblich war es auch, dass Pfarrer über zwei
Fahrzeuge (Dienst- und Privatwagen) verfügten. Frau Merkel
arbeitete zwischen 1978 - 1990 als wissenschaftliche
Mitarbeiterin am Institut für Physikalische Chemie der Akademie
der Wissenschaften Berlin und wurde Funktionärin für Agitation
und Propaganda in der FDJ-Leitung, sowie FDJ-Sekretärin, d.h.
Leiterin der dortigen FDJ-Grundorganisation..
Horst Kasner, der Vater Angela Merkels wurde in Templin auch
der „rote Kasner” genannt. Er hatte Sympathie für
sozialistische Ideale. Frühzeitig und überzeugt trat er für
die Kirche im Sozialismus ein. Er gehörte später zur Leitung
des Weißenseer Kreises, der als staatsnah und linkselitär galt.
Im Gegensatz zu den meisten DDR-Bürgern konnte Kasner bereits
vor dem Rentenalter in „nichtsozialistische“ Länder
reisen, sogar in die USA.
Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Günter
Nooke (CDU), plädierte für eine offene politische Debatte zur
Aufarbeitung der DDR-Geschichte. Seiner Meinung nach sei Gysi
nicht nur ein einfaches funktionierendes Rädchen im Getriebe
gewesen. Deshalb sollte auch die Biografie unserer
Bundeskanzlerin nicht tabu sein und es sollten diesselben
Maßstäbe angelegt werden.
Pikante Fragen werden auch in einem Artikel des Schweizmagazins
aufgeworfen. Es geht hier um ein Foto, welches angeblich die
junge Angela Merkel zeigt. Das Bild entstand um 1980 und zeigt
eine Frau, die sich dem Grundstück der Familie Havemann in
Grünheide bei Berlin nähert. Havemann erhielt 1965 ein
Berufsverbot und wurde 1966 aus der Akademie der Wissenschaften
der DDR ausgeschlossen, der auch Angela Merkel angehörte. 1976
protestierte Havemann gegen die Ausbürgerung des Liedermachers
Wolf Biermann. Darauf wurde unbefristeter Hausarrest gegen
Havemann erlassen. Havemanns Haus wurde in Folge rund um die Uhr
von der Staatssicherheiti überwacht.
WDR Redakteure, die am Dokumentarfilm ” Im Auge der Macht -
Die Bilder der Stasi” arbeiten stiessen auf das Foto, so das
Nachrichtenmagazin. Angela Merkel untersagte später die
Ausstrahlung des Fotos in dem Film.
Das Schweizmagazin schreibt weiter : "Jugendliche im Alter
von Angela Merkel haben für die Stasi Observation am Grundstück
rund um die Uhr übernommen. Zeitweise wurden bis zu 200 Agenten
der Staatssicherheit auf das Grundstück angesetzt, Ausser
Hausarrest hatte Havemann seit 1976 mit einem gekappten
Telefonanschluss zu leben. Die Überwachung kostete insgesamt 740
000 DDR Mark."
Lafontaine sprach in seinem Beitrag bei Anne Will auch die
zahlreichen NSDAP Mitglieder an, die als Mitglieder der CDU/CSU
im den ersten Jahrzehnten der Bundesrepublik unglaubliche
Karrieren machten.
Zum Beispiel wurde Hans Globke unter Bundeskanzler Konrad
Adenauer Ministerialdirigent im Bundeskanzleramt und stieg 1953
zum Staatssekretär im Kanzleramt auf. Er war Mitglied des
engsten Führungszirkels um Adenauer und dessen engster
Vertrauter. Im Schatten des Bundeskanzlers zog Globke im
Hintergrund die Fäden.
Vom ersten bis zum letzten Tage der nationalsozialistischen Herrschaft war Dr.
Hans-Maria Globke Beamter des Reichsinnenministeriums. In dieser
Eigenschaft verfaßte er eine große Anzahl von Gesetzen und
Verordnungen, die zur Errichtung der Diktatur führten, die
die Achtung und Aussonderung der jüdischen Bürger beinhalteten,
und solche, die die "Germanisierung" oder Ausrottung
der unterjochten Bevölkerung bezweckten.
Am 24. März 1933 beschloß der Reichstag das
Ermächtigungsgesetz, das der Hitlerregierung unbeschränkte
Diktaturvollmachten einräumte. In Ergänzung dazu bereitete das
Preußische Innenministerium das "Gesetz zur Behebung der Not von
Volk und Land" vor. Verfasser dieses Diktaturgesetzes war
Regierungsrat Globke. Aus seiner Feder stammten außerdem das
Gesetz über die Auflösung des preußischen Staatsrates vom 10.
Juli 1933 und das preußische Provinzialratsgesetz vom 17. Juni
1933, die alle parlamentarischen Körperschaften Preußens
gleichschalteten.
Als zuständiger Mitarbeiter im Reichsinnenministerium hat Globke
fast das gesamte Gesetzes- und Verordnungswerk für die
Verfolgung der Juden mitverfaßt.
Er gehörte zu den Mitverfassern der Nürnberger Rassengesetze,
die im Eichmann Prozeß als die "Grundgesetze für die
Endlösung der Judenfrage" bezeichnet wurden.
Er war derjenige, der die zwangsweise Kenntlichmachung der Juden
mit den zusätzlichen Vornamen "Sara" und
"Israel" erdachte und durch Gesetz einführte.
Im Juli 1940 beauftragte der Innenminister Frick seinen damaligen
Referenten für die besetzten Westgebiete, Dr. Globke,
Bedingungen für einen Diktatfrieden für Frankreich
auszuarbeiten. Darin forderte Globke unter anderm den Raub
weiterer französischer Gebiete, die Deportation aller Juden und
Zigeuner in die Vernichtungslager.
Globke war an der Ausarbeitung der 11. Verordnung zum
Reichsbürgergesetz vom 25. November 1941 beteiligt. Diese
Verordnung schuf die gesetzliche Grundlage für die
rücksichtslose Verfolgung und Vernichtung aller jüdischen
Menschen.
Innerhalb des Reichsinnenministeriums arbeitete Globke das
nationalsozialistische Staatsangehörigkeitsrecht aus, das den
Okkupationsbehörden die Richtlinien für die
"Germanisierung" oder Ausrottung ganzer Volksgruppen
lieferte. Er veranlaßte, daß die Masse der Bürger der
okkupierten Staaten zu "Schutzangehörigen" oder
"Protektoratsangehörigen" degradiert wurde. Für Polen
erfolgte dies durch die von Globke ausgearbeitete
"Verordnung über die Deutsche Volksliste und die deutsche
Staatsangehörigkeit in den eingegliederten Ostgebieten".
Ähnliche Gesetze erarbeitete Globke für die Tschechoslowakei,
Litauen, Frankreich, Belgien, Luxemburg und Jugoslawien.
Für seine Verdienste um die Durchsetzung der Ziele des
NS-Staates wurde Globke mehrfach befördert und erhielt hohe
Orden und Auszeichnungen.
Eines der sichtbarsten Symptome für die Konzentration
schwerbelasteter NS-Führungskräfte in den Spitzen der frühen
Bundesrepublik, ist die Wahl Kurt Georg Kiesingers zum
Bundeskanzler im Jahr 1966. Er gehörte zu den Schlüsselfiguren
der Auslandspropaganda des Nationalsozialismus. Kiesinger nahm
1940 eine Stellung im Reichsaußenministerium unter Ribbentrop
an. Dort stieg er bis zum stellvertretenden Leiter der
Rundfunkpolitischen Abteilung auf, die für die Überwachung und
Beeinflussung des ausländischen Rundfunks zuständig war. Unter
anderem war er in seiner Funktion für die Verbindung zum
Reichspropagandaministerium von Joseph Goebbels zuständig.
Der ehemalige NS-Marinerichter und NSDAP-Parteigänger und
spätere Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Hans
Filbinger (CDU) ist ein weiteres trauriges Beispiel unter den
Politikern mit Nazikarriere innerhalb der CDU. Er galt bis
zuletzt als unbelehrbar und als einer der braunen
Flecken; der bundesdeutschen Nachkriegspolitik.
Filbinger wurde zunächst NS-Staatsanwalt, dann im Jahr 1940 zur
NS-Wehrmacht eingezogen die er bei einer Offiziersausbildung und
dann mit höherer Stabsarbeit verbrachte. Als Leutnant zur See
wurde der NS-Jurist Filbinger dann zur Militärjustiz
"abkommandiert" In dieser Funktion beantragte er
mehrfach gegen einfache Matrosen Todesurteile und ließ sie unter
seiner persönlichen Aufsicht - so am 16. März 1945 - auch
vollstrecken, wie im Fall des "Kameraden" Matrose
Walter Gröger - wegen "Fahnenflucht". 6 Wochen vor dem
Ende des 2. Weltkrieges. Auch als Marinerichter, noch 4 Wochen
nach Kriegsende verhängte Filbinger Todesurteile. Schon unter
der Aufsicht der britischen Armee verurteilte er noch einen
"Kameraden" wegen "unerlaubter Entfernung von der
Truppe" zu 13 Monaten Haft.
Für mich persönlich gibt es allerdings KEINE großen Unterschiede bei den BRD-Lizenz-Parteien. Sie unterscheiden sich hauptsächlich nur noch durch ihre Kontonummern! Heute hacken sie noch auf den vermeintlichen "Gegner" ein, morgen schon sind sie sich wieder ALLE einig, wenn es um Diäten-Erhöhung oder höhere Steuerlasten für die Wähler geht! Die Finanzblase der Neocon-Elite muss solange geschützt und verteidigt werden, bis diese Marionetten ihre Schäfchen im Trockenen haben und sie selber im Ausland sind! Und so lange läuft die bankrotte BRD-GmbH halt weiter auf UNSERER Kosten! Vom braven Steuerzahler und WÄHLER (!!) dazu ermächtigt!